Der zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr auf der rechten
Ahrseite gelegene Ort Bachem ist ein historischer Weinort, bekannt durch
den Anbau von Frühburgundertrauben.
Funde aus der Steinzeit bis zur Römerzeit belegen die jahrtausende alte Tradition
dieses Wohnplatzes.Bachem war seit dem 15. Jahrhundert fast 400 Jahre lang
Streitobjekt zwischen der Stadt Ahrweiler und Wadenheim, einem der drei Dörfer,
aus denen später Bad Neuenahr entstand. Mitten durch das Dorf fließt der
Bachemer Bach, der die Grenze zwischen den Pfarreien Ahrweiler und Wadenheim
bildete. Die Annakapelle, deren alter Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt,
gehörte zur Pfarrei Wadenheim. Daraus versuchten die Wadenheimer auch den Grenzverlauf zwischen dem Herzogtum Jülich, zu dem
Wadenheim gehörte, und dem Kur-fürstentum Köln, zu dem Ahrweiler und damit
auch Bachem gehörten, abzuleiten. Der tatsächliche Grenzverlauf wurde jedoch
durch Grenzsteine markiert, die vom "Weißen Stein", heute
Verteilerkreis, bis zum Karlskopf gesetzt waren. Dies konnten die Bachemer in
vielen Verhandlungen immer wieder belegen. |